Gas gleicht Strom-Engpässe aus

Eine gemütlich beleuchtete Wohnung im Winter, gekühlte Getränke im Sommer – der Strombedarf der Menschen richtet sich nicht unbedingt nach der momentan möglichen Produktion erneuerbarer Energien. Hier springt Gas als erneuerbare Energie ein und gleicht Schwankungen zuverlässig aus: durch den Einsatz von Gaskraftwerken, wenn zu wenig Ökostrom produziert wird, und durch die Speicherung vom Strom als Grünes Gas.

Im Winter brauchen wir deutlich mehr Energie als im Sommer, vor allem zum Heizen. Gerade dann reichen die Kapazitäten der erneuerbaren Energien aber nicht aus. Kein Problem, denn Gas sorgt als bewährter Partner der erneuerbaren Energien für eine stabile, umweltverträgliche Energieversorgung der Bevölkerung. Mit der innovativen Technologie Power-to-Gas kann der überschüssige Ökostrom im Sommer für den Winter gespeichert werden.

Umweltfreundliche Energie für gute Luft

Erneuerbare Energien haben einen wachsenden Anteil am österreichischen Energiemix. Das ist gut, weil so CO2-Emissionen reduziert werden können und uns die hohe Luftqualität in unserem Land erhalten bleibt. Das bringt aber auch ein Problem. Die Energieversorgung mit regenerativen Energien wie Wind- und Sonnenkraft ist nicht stabil. Sie schwankt. Je nach den herrschenden Wetterbedingungen wird einmal mehr, einmal weniger Strom produziert. Und manchmal brauchen wir mehr Strom, manchmal weniger. Mit Hilfe von Gas gelingt es, diese Schwankungen umweltfreundlich auszugleichen.

Aus Gas wird bei Bedarf Strom

Gelingt es mit erneuerbaren Energien einmal nicht, ausreichend Strom zu produzieren, können moderne Gaskraftwerke (GuD) diesen Engpass überbrücken. Und zwar mit einer Anlaufzeit von nur 15 Minuten. So lange braucht ein GuD, bis es voll einsatzfähig ist.

Aus überschüssigem Strom wird Grünes Gas

Wird hingegen mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse produziert, als wir verbrauchen können, stellt sich die Frage, wohin mit dem überschüssigen Strom? Mit Hilfe der Power-To-Gas Methode wird dieser Strom einfach in Grünes Synthese-Gas umgewandelt und in großvolumigen Gasspeichern gelagert. Wenn die Energie benötigt wird, kann das Grüne Gas über das großflächige Erdgasnetz genau dorthin geliefert werden, wo es gebraucht wird: zum Heizen, zur Stromerzeugung oder für die Mobilität.

Gas als erneuerbare Energie

Überschüssiger Strom ist jedoch nicht der einzige Grundstoff für Grünes Gas. Auch die Energie, die in Reststoffen steckt, kann zu Grünem Gas werden. So entsteht beispielsweise aus Abfällen der Landwirtschaft, der Lebensmittelindustrie und Klärschlamm wertvolles Biogas.

Gas kommt mit moderner Infrastruktur und hohem Potenzial

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Was tun, wenn die erneuerbaren Energien am falschen Ort und zur falschen Zeit produziert werden? Wir sagen: Kein Problem, denn die österreichische Gas-Infrastruktur kann überschüssigen Ökostrom, der umweltfreundlich in Grünes Gas umgewandelt wurde, speichern und über das Gasnetz dorthin liefern, wo Energie gebraucht wird.