Das Erdgasauto

Österreich und die EU setzen alles daran, die Treibhausgasemission bis 2030 um mindestens 40 % zu reduzieren. Das gelingt nur, wenn auch die CO2-Emissionen im Straßenverkehr gesenkt werden. Gas-Autos spielen dabei neben E-Autos eine wesentliche Rolle.

Das Gas-Auto vereint das Beste aus zwei Welten: Es hat ähnlich wie ein Dieselfahrzeug oder ein Benziner eine große Reichweite und lässt sich an der Tankstelle mit dem Treibstof CNG (Compressed Natural Gas) genauso schnell betanken wie ein konventionelles Auto. Anders als ein Benziner oder ein Diesel ist ein Gas-Auto im Betrieb jedoch CO2- und schadstoffarm und verursacht keinen Feinstaub.

Im Gegensatz zum E-Auto kommt ein Gas-Auto ohne Batterie aus, überzeugt im Betrieb aber ebenso mit seiner hohen Umweltverträglichkeit und dem geringen Ausstoß an Treibhausgasen. Wird CNG aus Biomethan erzeugt, ist man im Gas-Auto überhaupt klimaneutral unterwegs. Im klimaneutralen Verkehr stellt das Gas-Auto daher die perfekte Ergänzung zur E-Mobiltät dar.

Mehr zu Gas-Autos

Treibhausgasemissionen Well-To-Wheel in gCO2äq / km

Gut für die Umwelt – Gut für die Börse

Wer Fahrspaß mit Wirtschaftlichkeit kombinieren will, sollte sich die Anschaffung eines Gas-Autos ernsthaft überlegen. Denn an der Tankstelle rentiert sich der etwas höhere Anschaffungspreis recht rasch. Ein Kilo Gas kostet rund einen Euro, was deutlich unter dem Literpreis von Benzin und Diesel liegt.

Zusätzlich steckt auch mehr Power im Kraftstoff. Gas – ob Grünes Gas oder Erdgas – hat einen höheren Energiegehalt als Benzin oder Diesel. Ein Kilo CNG (Compressed Natural Gas) entspricht einer energetischen Leistung von 1,5 Litern Benzin oder 1,3 Litern Diesel. Das heißt, man kann mit derselben Tankmenge wesentlich weitere Strecken zurücklegen. Oder mit anderen Worten: Man muss seltener eine der rund 160 österreichischen Tankstellen mit CNG-Zapfsäule anfahren.

Ein Gas-Auto fährt und fährt und fährt

Auf längeren Strecken hängt das Gas-Auto auch das E-Auto ab. Während die meisten Elektro-Fahrzeuge schon nach 200 Kilometern wieder für Stunden an die Steckdose müssen, kann man mit einem Gas-Auto fast drei Mal so weit fahren, ehe man wieder tanken muss. Grund dafür ist die hohe Energiedichte des Kraftstoffes. Das spart Platz, erhöht die Reichweite und macht das Fahrzeug leichter.

Garantiert höchste Sicherheit

Gas-Autos sind äußerst sicher konstruiert – und das, obwohl Gas erst bei 600 Grad Celsius Feuer fängt, Benzin hingegen schon bei rund 360 Grad. Bei einem schweren Aufprall oder Feuer sorgen Ventile dafür, dass der Treibstoff kontrolliert abgeblasen bzw. abgebrannt wird. Crashtests vom ÖAMTC und vom deutschen TÜV bescheinigen Gas-Autos mindestens eine genauso hohe technische Sicherheit wie herkömmliche Fahrzeuge.

Gas-Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr

Im öffentlichen Verkehr sorgen Gas-Fahrzeuge, die mit CNG betankt werden, für eine spürbare Reduktion der CO2-Emissionen und der Luftschadstoffe. Das gilt insbesondere dann, wenn die Busse mit Biogas aus Reststoffen – etwa aus der Biotonne, der Gastronomie oder der Lebensmittelproduktion – betrieben werden. Vorzeigeland ist Schweden: In fast allen größeren Städten werden die Busse des öffentlichen Verkehrs nur noch mit Gas betrieben – und nicht mit irgendeinem Gas. Zum Einsatz kommt Biogas, das lokal Abfällen der Städte gewonnen wird.

Mobil in Österreich und der EU

Zum nächsten Artikel

In der EU gibt es immer mehr Menschen, die sich nicht über hohe Benzin- und Dieselpreise beschweren: Besitzer von Erdgasautos. Doch sie sparen nicht nur, sie tragen auch aktiv zum Umweltschutz bei – und das ohne Verzicht auf Komfort.