Power to X

Wenn die Sommersonne auf Solaranlagen brennt und später im Jahr die Herbststürme die Windparks antreiben, kann mehr erneuerbare Energie gewonnen werden, als benötigt wird. Durch Power-to-X-Verfahren kann diese Energie gespeichert werden. Als Synthese-Gas, aber auch in Form von anderen Stoffen.

Gleichung mit einer Variablen

Im Power-to-Gas-Verfahren wird überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien in Synthese-Gas umgewandelt, das dann in den immensen Erdgasspeichern unter der Erde gelagert wird, bis es benötigt wird. Denn elektrische Energie selbst ist flüchtig und lässt sich nicht speichern.

Das Power-to-Gas-Verfahren gehört zu den Power-to-X-Technologien, mit denen elektrische Energie konserviert werden kann. Das „X“ steht wie in der Mathematik für eine Variable. Abgesehen von erneuerbarem Synthese-Gas lassen sich mit der Technologie aus Strom auch andere Stoffe gewinnen, etwa Wasserstoff, flüssige Kraftstoffe für Mobilität oder Grundstoffe für die chemische Industrie, beispielsweise Kunststoffe.

Aus Strom wird Wärme

Flüchtiger Strom, der nicht gebraucht wird, wird durch das Power-to-X-Verfahren in einen anderen Stoff verwandelt. Das macht nicht nur Sinn, wenn es ein Überangebot an erneuerbarem Strom gibt. Wesentlich stärker als die Nachfrage nach elektrischer Energie, ist nämlich der Bedarf nach Wärme. Auch um dieses Ungleichgewicht auszugleichen eignet sich die Power-to-X-Methode.

Nutzen wir die bestehende Infrastruktur!

Wird mit der Power-to-X-Technologie Gas oder Wasserstoff aus erneuerbarem Strom erzeugt, kann man die bereits vorhandene, hochgradig vernetzte Gasinfrastruktur nutzen. Diese bietet in Österreich 30 Mal mehr Speicherkapazität als alle Pumpspeicher zusammen. Das Gasnetz ermöglicht den günstigen und einfachen Energietransport. Weitere kostspielige Investitionen in elektrische Übertragungsnetze werden überflüssig.

Mehr Forschung für eine grüne Energiezukunft

Power-to-X ist eine relativ junge Technologie, deren Möglichkeiten längst noch nicht erschöpfend erforscht sind. Jedoch steht fest, dass in diesen Technologien großes Potenzial liegt. Damit ist klar: Investitionen in die Forschung werden sich rechnen und Österreichs führende Position auf dem Gebiet der Energie-Innovationen sichern.

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