Gas speichert Strom

Erneuerbare Energien sind aus Österreich nicht mehr wegzudenken. Und sie werden im Energiemix der Zukunft eine noch entscheidendere Rolle spielen. Denn in ihnen steckt ein enormes Wachstumspotenzial.

 

Und nur mit ihnen sind unsere hoch gesteckten Ziele zur CO2-Reduktion erreichbar. Allerdings gibt es auch ein Problem: Die regenerative Stromerzeugung orientiert sich nicht am Verbrauch. Mehr noch: Sie unterliegt sogar gewissen Schwankungen.

Wetterbedingt wird einmal mehr, einmal weniger Strom produziert. Bei gutem Wind und viel Sonne wird oft mehr Strom als benötigt produziert. Bisher konnte dieser überschüssige Strom nicht über einen längeren Zeitraum gespeichert werden. Aber genau das funktioniert nun: mit Hilfe von Gas und dem österreichischem Gasnetz.

Die Power-To-Gas-Technologie macht Strom zu Gas

Mit der Power-To-Gas-Methode wird überschüssiger Strom aus Wind-, Wasser- und Solarkraftwerken in Gas umgewandelt und kann so ins Gasnetz eingespeist und erstmals langfristig in den Gasspeichern gespeichert werden. Das funktioniert ganz einfach: Der regenerative Strom wird in der Wasserelektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Als einziges Nebenprodukt fällt bei diesem Prozess Sauerstoff an.

Wasserstoff kann allerdings nicht unbegrenzt in unser Gasnetz eingespeist werden. Die Endgeräte in den Haushalten, aber auch die Kraftwerke benötigen eine ganz bestimmte Gasqualität, die nur einen Wasserstoffanteil von maximal 4 % erlaubt. Aber auch so könnte bereits so viel Energie ins Gasnetz eingespeist werden, wie ca. in einem halben Jahr von allen heimischen Windkraftanlagen produziert wird (2014: 3,8 TWh). 

Aber was ist, wenn noch mehr Strom zu Gas gemacht werden soll? Auch dafür gibt es bereits eine hochmoderne Lösung. In einem weiteren Schritt wird Wasserstoff in Kombination mit Kohlendioxyd unter hohem Druck und Temperaturen zu Methan umgewandelt. Dieses Methan kann zu 100 % ins Gasnetz eingespeist werden. 

 

Gas erhöht mit dieser Methode entscheidend die Effizienz der erneuerbaren Energien und wird zum Partner der regenerativen Energien. Eine gesicherte Energiezukunft ist daher nur mit Gas denkbar.

Energieversorgung bei schwankendem Bedarf

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